Stockografie und die Fuji X-T1 in Peking

Mitte Juni hatte ich das Glück und wurde für 14 Tage Geschäftlich nach Peking geschickt.

Die Chinesischen Kollegen haben mich sehr warmherzig aufgenommen und haben mich auch immer unterstützt. Ob menschlich, oder auch fachlich. Ich kann ihnen nur ein großes Lob aussprechen. Auch wenn manche Arbeitsweisen und kulturelle Aspekte für uns doch eher fremd sind, so hat die Zusammenarbeit wirklich gut funktioniert.  Und wenn man der fremden Kultur mit Toleranz begegnet, so sind auch diese Unterschiede sehr gut zu überbrücken. Ich habe das Gefühl bekommen dass beide Seiten eher Neugierig, denn Skeptisch waren.

Ich muss gestehen dass ich mich im Vorfeld doch recht umfangreich über die Kulturellen unterschiede informiert habe. So ist es zum Beispiel, dass sich die Chinesen morgens nicht die Hände schütteln. Es gibt ein good morning und das war es dann auch. Beim Thema essen sind die Sitten im Land des Lächelns ebenfalls anders als bei uns. Schmatzen darf man, ebenso wie schlürfen. Es wird auch keinen Guten Appetit gewünscht, sondern einfach gegessen. Nach dem Essen wird auch nicht mehr lange gequatscht. Man steht auf, verabschiedet sich und fertig. Daran muss man sich schon erst einmal gewöhnen. Bei uns in Deutschland bleibt man doch eher noch etwas sitzen und unterhält sich über das eine oder andere Thema.

Sehr interessant ist der Aspekt dass der Chinese immer darauf bedacht ist sein Gesicht zu wahren.

Dies habe ich im Arbeitsalltag mehr als einmal feststellen dürfen. Damit ich dem Kollegen nicht zu nahe trete, oder in bloß stelle, habe ich mit einigen tricks gearbeitet. Das will ich aber hier nicht unbedingt breit treten, denn sonst würde auch hier der chinesische Kollege sein Gesicht verlieren. Das will ich auf gar keinen Fall.

Ganz wichtig ist das Zählen mit der Hand. Die Chinesen zählen mit einer Hand bis zehn. Schaut euch mal diesen Link an und bestellt dann mal in China zwei Bier. Mal schauen ob ihr auch wirklich nur zwei bekommt, oder doch acht.

Schön war auch dass nicht alles nur Arbeit war. Gut, morgens um halb acht bin ich in den Shuttlebus gestiegen, war um zwanzig nach Acht am Arbeitsplatz. Um halb sechs am Abend ging es mit dem Bus wieder zum Hotel zurück. An guten Tagen war ich um kurz vor sieben wieder am Hotel, an den schlechten konnte es schon mal halb neun werden. Es ist anzumerken das die Strecke vom Hotel zum Arbeitsplatz ziemlich genau 25km sind.

Der Verkehr ist schon extrem.

Extrem sind auch die Unterschiede bei der Luftqualität. Von sehr guten Werten und Tagen ohne großartigen Smog bis hin zu Tagen an denen man schon über das Tragen einer Atemschutzmaske nachgedacht hat. Das merkt man auch sobald man vor die Tür geht. An den guten Tagen riecht die Luft nach Großstadt. An den schlechten Tagen ist ein unverkennbarer Schwefelduft in der Luft.

Nun gut. Abends und am Wochenende hatte ich dann schon etwas Zeit um mir Peking anzuschauen. Abends bin ich meist rund um das Hotel gelaufen. Mehr als 3-4 km bin ich aber nicht mehr spaziert. An einem Tag bin ich vom Hotel zum CCTV Tower gelaufen. Dass ist das Gebäude des Staatlichen Fernsehens. Den habe ich von der Straße aus gut sehen können und bin dann losmarschiert. Die GPS Aufzeichnung vom iPhone zeigte nachher knappe 5km Strecke an. Wow, dass hatte ich unterschätzt. Die Wege in Peking sind seeeehhhhrrrr lang.

Am Wochenende dazwischen war ich in der Verbotenen Stadt (Samstag) und am Sommerpalast (Sonntag). Die Verbotene Stadt ist schon sehr beeindruckend.

Allein die Größe dieser Anlage ist schier unglaublich. Wenn man sich den Film „Der letzte Kaiser“ in Erinnerung ruft und dann durch diese heiligen Hallen spaziert, so wird man schon etwas demütig. In der Verbotenen Stadt habe ich dann ca. 4 Stunden verbracht ehe ich am anderen Ende wieder hinausspaziert bin. Dort ist auch gleich der sogenannte Kohlehügel zu sehen. Auch dort bin ich hochgelaufen, denn von diesem aus hat man einen grandiosen Blick auf die gesamte Verbotene Stadt und sieht auch wie groß diese ist. Später bin ich am Rand dieser wieder zur U-Bahn Haltestelle am Platz des Himmlischen Friedens gelaufen und hab für die Strecke entlang der Mauer knapp 45 Minuten gebraucht. Auch hier habe ich die Strecke unterschätzt. Sonntag früh bin ich dann mit der U-Bahn zum Sommerpalast gefahren. Diese Sommerresidenz des Kaisers ist ein sehr, sehr großer Garten mit Wohngelegenheit. Leider war es am Sonntag sehr warm und sehr schwül. Da hat das Fotografieren nicht ganz so viel Spaß gemacht. Ab Montag hieß es dann wieder Arbeiten und somit war das Fotografieren wieder auf die Abendstunden beschränkt.

In Peking habe ich mich auch verstärkt der Street Photographie gewidmet. Das habe ich ja an und für sich schon immer gerne gemacht, mich aber nicht so wirklich getraut. Da mich in Peking wohl niemand kennt und die Leute mich dort so schnell auch nicht mehr wieder sehen werden, habe ich hier die Chance genutzt und mich diesem Genre zugewandt. Anfänglich noch eher zaghaft wurde ich nach den zwei Wochen schon etwas frecher. Die Ergebnisse könnt ihr euch hier anschauen. Für die Streetfotos habe ich sehr gerne und hauptsächlich das Zeiss Touit 1.8/32 genommen. Diese Linse war im allgemeinen meine Lieblingslinse.

Alles in allem war diese Reise wirklich sehr schön, sehr lehrreich. Ob jetzt beruflich oder auch fotografisch. Ich habe in beiden Bereichen jede Menge dazugelernt.

Ich hoffe dieser kleine Bericht hat euch so gut gefallen wie mir die Reise. Über den einen oder anderen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Übrigens gibt es in Peking und auch in China ja sehr viele Fahrräder. Diese werden zwar mittlerweile immer mehr durch Elektroroller ausgetauscht, aber dennoch sind Fahrräder ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel. Das sollte auch hier in Deutschland wieder verstärkt werden und wer sich hierzu informieren möchte kann sich von einem Ebook welches kostenlos heruntergeladen werden kann gut beraten. Finden könnt ihr es HIER.

Bis bald Euer

Stockografie

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

5 Kommentare

  1. Pingback:Stockografie und die Fuji X-T1 in Peking - STOC...

  2. Pingback:Stockografie und die Fuji X-T1 in Peking - STOC...

  3. Pingback:Stockografie und die Fuji X-T1 in Peking | Dani...

  4. Pingback:Stockografie und die Fuji X-T1 in Peking | Daniel Stocker › By TOMEN

  5. Pingback:My fourth year with Fuji and the X-T1 - STOCKOGRAFIE

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

fünf × 5 =